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Wie isst man einen Granatapfel?

Der Granatapfel gilt als wahre Superfrucht. Von außen wirkt er eher unscheinbar, überrascht schon ein wenig durch seine Form – doch aufgeschnitten wartet er mit seiner wahren Schönheit auf. Und genau das Innere, nämlich seine Kerne, sehen nicht nur ganz besonders aus, sondern stecken voller Vitamine und Antioxidantien.
Ob als erfrischender Snack oder als Eyecatcher in Salaten – die Möglichkeiten, Granatapfelkerne in Deinen Speiseplan einzubauen, sind zahlreich.

Sicher fragst Du Dich, wie isst man einen Granatapfel oder genau genommen, wie schält man ihn? Aber jetzt schauen wir uns erst einmal die Frucht selbst an:

1. Ursprung

Seinem Aussehen verdankt der Granatapfel seinen Namen. Denn granatus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet kernreich und seine äußere Form und Farbe erinnern durchaus an einen Apfel.
Der Granatapfel entstammt jedoch der Familie der Weiderichgewächse und wird in der Botanik nicht einmal als Frucht sondern überraschenderweise als Beere angesehen. Die genaue Herkunft ist nicht vollständig geklärt, es wird jedoch allgemeinhin davon ausgegangen, dass der Granatapfel aus Westasien stammt, aber schon lange ebenfalls in Mittelmeerregionen zu finden ist.

granatapfel baum

2. Baum und Sorten

Die Bäume werden etwa zwischen 3 und 5 Meter hoch, wirken eher buschig und fühlen sich im sonnigen Klima und bei Trockenheit sehr wohl. Die Blätter des Baumes sind im Frühjahr, wenn sie austreiben, knallrot und sorgen zu dieser Zeit für einen besonderen Hingucker in unserem Huerta, ebenso wie die wunderschönen rotleuchtenden Blüten zu Beginn des Sommers.
Es gibt viele unterschiedliche Sorten, wobei in Spanien hauptsächlich die Sorten Mollar de Elche, Mollar Valenciana und Wonderful angebaut werden.
Während die beiden Mollar-Sorten eine eher hellrot-gelblich/braune Schale aufweisen, ist der Granatapfel Wonderful kräfig rot.

3. Reife und Aufbewahrung

Der Granatapfel ist einer von wenigen Früchte, der nach der Ernte nicht mehr nachreift. Deswegen ist es bei Granatäpfeln besonders wichtig, diese reif zu kaufen. Dies erkennt man an der Schale sowie an dem Blütenansatz, der in diesem Fall getrocknet ist. Keine Sorge – wenn Du Deinen Granatapfel bei uns bestellst, kümmern wir uns um die Auswahl und Du kannst Dir sicher sein, dass dieser reif ist.

Ein Vorteil ist, dass Granatäpfel sich ohne Problem recht lange lagern lassen.
Bei Zimmertemparatur bleiben sie mehrere Wochen gut, im Kühlschrank oder einem kühlen dunklen Keller halten sie sich bis zu mehreren Monaten.

Wenn Du einen Granatapfel bereits angeschnitten hast, kannst Du ihn am Besten mit einem Bienenwachstuch schützen und im Kühlschrank lagern. So bleibt er noch mehrere Tage frisch.

granatapfel geschnitten

4. Grantapfel schälen

Und nun haben wir hier 4 Tipps für Dich, damit Du nach dem erfolgreichen Befreien der Granatapfelkerne von ihrer Schale nicht die ganze Küche putzen musst:

4.1 Vorbereitung

Damit sich die Kerne leichter lösen lassen, rolle den Granatapfel zunächst sanft einige Mal auf Deiner Arbeitsplatte hin und her.

4.2 Option 1: Klopfen

Bei dieser Methode wird der Granatapfel zunächst in der Mitte halbiert. Nehme Dir eine Schüssel zur Hilfe, damit Du die Kerne direkt darin auffangen kannst. Nun halte eine Hälfe über die Schüssel und verwende zum Beispiel einen Kochlöffel, um von außen leicht an der Schale zu klopfen. Durch die Bewegungen lösen sich die Kerne nun fast wie von selbst heraus und Deine Schüssel füllt sich schnell mit den leckeren Granatapfelkernen.

4.3 Option 2: Vierteln

Die saftigen roten Kerne können aber auch folgendermaßen erfolgreich von der Schale befreit werden.
Schneide hierzu zunächst eine kleine Scheibe oberhalb ab, damit Du genau sehen kannst, wie die weißen Häute verlaufen. Ritze dann genau entlang dieser Häute den Granatapfel leicht ein und breche die Viertel auseinander. Verwende am Besten wieder eine Schüssel, damit der Saft und die Kerne Deine Küche nicht in einen sanften Rotton tauchen 😉 Die Kerne lassen sich dann ganz leicht aus den Vierteln lösen.

4.4 Mit Wasser oder ohne?

Eine zusätzliche Möglichkeit, um zu vermeiden, dass zu viel Saft austritt, liegt darin, den Granatapfel unter Wasser zu entkernen. Dadurch vermischt sich der Saft mit dem Wasser und bleibt in der Schüssel. Ein kleiner Nachteil ist allerdings, dass einige Häute ebenfalls den Weg in das Wasser finden könnten. Allerdings lassen sich diese leicht mit einem kleinen Sieb einfangen. Falls Du aber Bedenken hast, dass durch das Abtauchen der Kerne Vitamine oder ähnliches verloren gehen könnten, kann ich Dich beruhigen. Das ist nicht der Fall.

5. Fazit

Es ist also gar nicht so schwer, einen Granatapfel zu essen.
Für welche Methode Du Dich auch entscheidest – wenn man einmal den Dreh raus hat, geht es beim nächsten Mal praktisch wie von selbst. Und jetzt viel Erfolg beim Schälen und guten Appetit.

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